folgendes schrieb "
markt+wirtschaft" - IHK Köln in der Ausgabe 1 / 94 (S.65) :

FINESSE BEI GATTI

Antonio Gatti? Den Namen hat wohl jeder schon einmal gehört, der sich in Köln für Gastronomie interessiert. In den Siebzigern kochte Gatti in einem verwunschenen Bauernhaus in Dabringhausen, später im "Fachwerkhaus" in Bensberg. In Kalk betrieb er "Gatti´s Nudelhaus", und seit 1992 ist er in Köln-Merheim zu finden: "Ristorante Gatti im Hotel Engelshof" heißt die korrekte Adresse, und das Haus ist ein Bauernhof aus dem Jahre 1820, heute mitten in einem Wohnviertel gelegen und, wie manche gute Gastronomieadresse, schwer zu finden.

"Die Gäste können uns gut leiden" sagt der sympathische Mailänder, der nicht nur in Köln schon viele Stationen hinter sich gebracht hat: St. Moritz, Sils-Maria, Baden-Baden waren seine Stationen, bevor er, seiner Brüder wegen, nach Köln kam. Anfang 1992 eröffnete er den "Engelshof", nicht nur Restaurant, sondern auch Hotel mit 6 Zimmern, das seine Frau Brigitte führt. Das schöne Anwesen betrachtet er quasi als Endstation: "Wenn hier ich einmal aufhöre, will ich nicht mehr arbeiten."

Einstweilen arbeitet er aber noch nach Kräften, denn das Hotel ebenso wie das Restaurant sind gut nachgefragt. Es sind zumeist Stammgäste, die den verwinkelten Weg in die Gütersloher Straße kennen und sich nach italienischer Manier lieber auf die mündlichen Empfehlungen des Padrone statt auf die geschriebene Karte verlassen.

Dann kommen beispielsweise ein wohlschmeckender gebeizter Lachs und erstklassige Imperial-Austern auf den Tisch, eine großartige Fischsuppe auf ligurische Art mit Basilikum und frischen Fischen, fein abgeschmeckt. Gutes Kalbsbries, in viel Butter gebraten und mit knusprig gebackenen, hauchdünn gehobelten Steinpilzscheibchen belegt, mit einem gewaltigen Berg schwarzer Nudeln dazu.

Der Jahreszeit gemäß als Hauptgericht eine große Wildplatte mit würzigem Hasenrücken, zarten Rebhühnern und herzhaftem Hirschrücken, am Tisch tranchiert und vorgelegt. Dazu gibt es Sauerkraut zum Rebhuhn, Rotkohl zum Hasenfilet, Pilze zum Hirschrücken. Und natürlich die Verwöhn-Desserts, ohne die für die meisten Gäste ein Menü keinen Abschluß hat.

Dies ist alles für verhältnismäßig wenig Geld zu haben - 20 DM für eine Vorspeise und 40 DM für ein Hauptgericht. 85 DM kostet das große Sechs-Gänge Menü. Die Weinkarte ist geprägt von großer Kennerschaft: Namen wie Livio Felluga, Bruno Giaccosa, Cà Ronesca, Lungarotti, Chiarlo, Castello die Volpaia und Altesino stehen darauf - und anstädigerweise gibt es fünferlei Sorten im Offen-Ausschank, die Karaffe für 15 DM.

   
 


folgendes schrieb "
VIF" - "Die 100 besten Italiener in Deutschland von Aachen bis Zeitz":

In den Räumen eines alten Gutshofes tischt Antonio Gatti seine feinen Speisen auf: von exzellenter Pasta bis zum auf den Punkt gegarten Fisch. Gute Desserts und ausgezechnete Weine.

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